Dienstag, 25.11.08, Spielkreis bei uns zu Hause

Heute haben wir ein paar Freunde zu uns nach Hause eingeladen. Das war ein Spaß für mich, aber anstrengend für Mama. Leider haben wir auch nur ganz wenig Fotos, aber die möchten wir Euch doch zeigen.



Hier darf ich gerade Baby Sophia halten, mit Hilfe aber ich fand es toll!

... allerdings fand Sophia es nicht ganz so gut. Da haben wir uns lieber hingekuschelt... Mama, wann bekomme ich ein Geschwisterchen? Dauert das noch lange? Wie? Warten muss ich darauf und "in Auftrag gegeben" ist es auch noch nicht. Na dann mal los, ich bestelle es hiermit! Wie lange beträgt jetzt noch die Lieferzeit? Hä, 40 Wochen? Das übersteigt dann doch meinen Horizont... Sagt ihr mir wenigens Bescheid, wenn es soweit ist?



Mama hat mit Ernestina sogar mein Bällebad vom Kinderzimmer runtergetragen. Das gefiel den Jungs natürlich, aber Serwaa und ich hatten auch unseren Spaß. Leider haben wir keine Fotos von den Anderen, nächstes Mal werden wir darauf achten das alle aufs Bild kommen.

Aber da müssen wir jetzt bis Januar warten! Ich fliege doch am Freitag nach Deutschland zu meinen Omas und Opas. Weihnachten im Schnee??? verbringen...

Sonntag, 23.11.08, Johnny Cash als Vorbild?

Meine Eltern haben ja nun nicht gerade die besten Musikergene weiter gegeben. Papa spielt ein bißchen Gitarre und Mama ist über Ihre Blockflöte in der Schule nicht wirklich weiter gekommen. Selbst Notenlesen fällt den beider schwer... Nun, damit es mir nicht unbedingt genauso ergeht, darf ich ab und zu schon mal an der Gitarre üben. Ob ich mir Johnny Cash als Vorbild nehmen sollte?

Mmmmh, solange ich mich nur musikalisch und eventuell familiär an ihn halte, haben meine Eltern bestimmt nichts dagegen. Wenn ich allerdings auch seine Eskapaden für mich in Anspruch nehme, werde ich bestimmt Ärger bekommen. Und womöglich habe ich nicht soviel Glück wie er...

... also nur bedingt als Vorbild geeignet. Nun vielleicht werde ich ja auch nie so gut wie er. Die Zukunft wird es zeigen. Aber üben kann ich ja trotzdem!


Samstag, 22.11.08, Der Puzzlekönig

Meine Eltern denken ja fast immer an mich, so habe ich von Ihnen ja Puzzle zum Geburtstag bekommen. Das mache ich doch so gerne. Mittlerweile werde ich zum Puzzlekönig. Leider ist die Qualität der Puzzleteile nicht mehr das was es früher mal war - hab ich mir von meiner Mama sagen lassen. Also besser wären dann doch noch Holzpuzzle für mich oder aber die Qualität (selbst von Markenspielzeug aus Deutschland) nimmt wieder zu! Das sollte doch zu schaffen sein...


Also darf ich nur mit meinen Eltern zusammen puzzeln oder eben mit einem Holzpuzzle. Spaß macht es mir aber trotzdem... Ist es vielleicht aus reiner Geschäftssucht dass die Qualität nachgelassen hat, damit einfach öfter Neues gekauft werden muss, weil das Alte nicht mehr hält? Nun, wir kleben dann eben und deshalb wird trotzdem nicht mehr gekauft... Pech gehabt liebe Industrie!

Sonntag, 16.11.08, Spielen mit den Nachbarkindern

Am Wochenende ist ja keines der Kinder in der Schule bzw. im Kindergarten. Daher können wir mal alle zusammen im Hof spielen. Oftmals sind ja nicht alle da, schließlich unternehmen die meisten ja doch was am Wochenende. Heute anscheinend nicht, dass freut uns Kinder dann schon. Seht nur, wir haben unseren Spaß:





Es hat also auch durchaus Vorteile auf einem Compound zu leben.... Die Spielkameraden sind gleich um die Ecke!

Freitag, 14.11.08, Abschied von Alessio

Heute muss ich mich wieder von einem meiner Freunde verabschieden. Alessio geht mit seiner Familie fort aus Ghana. Im Februar hat sein Papa eine neue Stelle in St. Petersburg - von der Hitze in die Kälte... brrrrr... Und da er ja noch ein Geschwisterchen bekommt, ist es daher nun an der Zeit mit seiner Mutter auszufliegen. Schließlich möchte ja keiner bis auf den letzten Drücker warten, vor allem wo es sich so wieso schon um eine Risikoschwangerschaft handelt. Also Vorsicht walten lassen.

Es geht zwar erst am Sonntag in den Flieger, aber wir haben uns heute verabredet. Dann können wir noch etwas entspannter miteinander spielen.


Mama hat sich mit Yolanda gut unterhalten, Alessio und die Oma, sowie Papa und ich sind zwischenzeitlich mal auf dem Spielplatz gewesen und anschließend haben wir die Steine entdeckt. (Seit heute ist das Haus ausgeräumt, die Möbel im Container und man lebt die restlichen Tage noch im Hotel...)
Als es aber dunkel wurde, kam für uns die Zeit "Lebe wohl" zu sagen. Tja, leicht fällt es uns nie, aber ändern können wir es auch nicht. So ist es eben wenn man auf Zeit im Ausland ist. Irgendwann sind wir an der Reihe, aber Mama sagt das dauert noch ganz schön lange...
Alessio wir wünschen dir und deiner Familie alles Gute, lebt euch später gut ein in St. Petersburg, finde schnell neue Freunde und genießt die schöne Winterzeit in der Schweiz. Wir werden Euch vermissen.

Samstag - Dienstag, 08.-11.11.08, Ausflug nach Beyin

Heute ging es mit Aurelia, Norina und deren Mama an den Strand. 3 Tage ausspannen... So war es geplant. Das unsere Väter nicht mitkommen hat mich auf jeden Fall gewurmt. Schließlich ist mein Papa ja das Ein-und-Alles für mich. Somit gab es auch bereits am Montag Protest von mir. Ich wollte lieber wieder nach Hause. So ganz als einziger Mann, das halte ich nicht aus.

6 Stunden Autofahrt war unsere große Horrorvorstellung, dabei haben wir Kinder uns fast allein beschäftigt. Die Rückfahrt war dann schon schwerer, da wollten wir einfach nur noch nach Hause und da kannten wir uns schon so gut, dass unsere Mütter behaupteten, wir würden uns schon zanken wie Geschwister.

Mama hoffte, wir würden Wale sehen (Pottwale um genau zu sein, diese ziehen um diese Jahreszeit gerade an der Küste lang) oder Schildkröten die zur Eiablage an den Strand kommen. Schlüpfen wäre auch gut, aber leider war uns das Glück nicht holt. Weder das Eine noch das Andere wurde uns vergönnt.

Somit haben wir wirklich nur Strandurlaub gemacht. Mama und Susanne hat es gefallen. Den beiden Mädels wohl auch, und ich bekam ja doch noch männliche Unterstützung von Louis und Myles (die beiden Jungs der Hotelbesitzerin). Auch wenn die Spiele wohl erst in 2 bis 3 Jahren auch was für mich sind, so habe ich mich trotzdem mit den Gegebenheiten arrangiert.

Ihr seit jetzt bestimmt auch neugierig was wir erlebt haben, oder sollte ich sagen wie wir uns die Zeit vertrieben? Nun ja seht selbst:

Ausflug nach Beyin (08.-11.11.08)

Montag, 03.11.08, Das Töpfchen und ich...

Kurzer Zwischenbericht: Ich probiere das Töpfchen immer mal wieder aus. Manchmal finde ich das ganz toll, manchmal will ich überhaupt nicht.


Wenn Mama mich dabei Fernseh schauen läßt, ist es aber toll. Heute Morgen bin ich sogar zu ihr gekommen und habe mein "Geschäft" ganz freiwillig erledigt. Da freuen sich doch meine Eltern immer so, und das wiederum freut mich total... Mama sagt, der Anfang sei gemacht!

Freitag, 31.10.08, Halloween im Kindergarten

Heute ist im Kindergarten Halloween angesagt. Dafür sollen sich alle Kinder verkleiden. Zwar ist es kein deutscher Brauch, aber hier in Ghana ist ja auch alles gemischt. Mama hat sich richtig ins Zeug geschmissen, um mir ein Kostüm zu nähen.


Hier werde ich erst mal richtig angezogen, ob auch alles passt? Die Mütze ist etwas klein geworden...

Aber Flügel und Schwanz passen gut

Nun lass uns bitte aber auch losfahren.

Mama hat mir gar nicht verraten, dass heute in den Kindergarten auch Künstler auf Stelzen gekommen sind, mmmh. Leider hat Mama nichts verraten, weil sie die Notiz am Pinnbrett nicht gelesen hat. So etwas aber auch, schließlich hätte ich mich auch gefreut, wenn sie auch dabei gewesen wäre...

Nun, ich glaube Mama hat es schon selbst genug geärgert. Mir hat es aber ganz toll gefallen.

Das Video ist hochgeladen!

Hier das Video zum Fahradfahren!



VIDEO



Gut Ding braucht Weile

Sonntag, 26.10.08, Mein Geburtstag

Ich habe zuerst gar nicht wahrgenommen, dass wir einen besonderen Tag haben. Mama hat mir das zwar schon die ganze Zeit erzählt. Aber mir sagte es einfach nicht viel, Geburtstag zu haben... Nun musste ich feststellen, das Geburtstag zu haben, nicht nur angenehme Seiten hat. Der Morgen fing ganz toll an, ich habe beim Frühstücken schon eine tolle Geburtstagslok auf dem Tisch gehabt. Schön gedeckt war dieser und ausgeschlafen haben wir sogar auch. Ich war zwar schon um 5:00 Uhr wach, Papa hat sich dann aber mit mir auf meine Matratzen gelegt und wir haben anschließend tatsächlich bis 7:00 Uhr geschlafen... Das ist wirklich lang für uns...

Nach dem Frühstück musste ich aber auf meine Mama für ganz lange Zeit verzichten. Sie stand einfach in der Küche und war beschäftigt. Kuchen backen, Essen kochen... aber warum das...? Ach was, für mich? Ich bekomme noch Besuch? Heute Nachmittag? Wie viele? 11 Kinder, man das wird wohl ein Spaß werden...

Nee, was kommt den jetzt? Papa hat das Bällebad in der Hand... toll, das wir extra zum Geburtstag aufgebaut. Und Luftballons werden auch noch aufgeblasen...

Da bin ich wirklich gespannt wie es später aussehen wird, ich erkenne unser Wohnzimmer gar nicht wieder. Selbst der Katzenkratzbaum wird wegen des Bällebades abgebaut, oh Mann. So viel Mühe nur für mich. Ich muss meinen Eltern ja wirklich viel bedeuten...

Die Ergebnisse der Bemühungen entnehmt bitte dem Fotoalbum!


Finn-Luca sein Geburtstag (26.10.08)

Montag, 20.10.08, Es ist heiß...

... so heiß, dass sich selbst Mama wirklich über eine Abkühlung im Pool freut. Meistens kommt sie ja nur so mit und lässt die Beine im Wasser baumeln. Schwimmen ist nun nicht unbedingt Mamas Lieblingssportart.

Aber heute hatten wir wieder so um die 32° C mit Sonne pur, in dieser ist es dann gefühlt viel wärmer. Unser Thermometer hat sogar schon 48° C angezeigt, wie zuverlässig das allerdings ist weiß ich nicht. Sowas freut mich dann wirklich, weil wir doch so noch mehr Spaß haben. Mit Papa ist es toll, aber mit beiden einfach unschlagbar! Schließlich können wir dann mal "Fang mich" spielen. Das wiederum nicht wirklich etwas mit Dem zu tun hat was ihr jetzt denkt. Nein, einer wirft mich zum Anderen und keine Angst jetzt. Die lassen mich schon nicht fallen.

Richtig Spaß macht es mir auch, wenn ich vom Beckenrand springen darf...



Eins... zwei... drei.....!


Und gleich nochmal!

Samstag, 18.10.08, Spielzeit mit meinem Freund Melvin

Am Wochenende haben ja meistens alle unsere Freunde frei und wir können uns treffen. So auch wieder dieses Wochenende. Wir sind am Samstag zu Melvin und seinen Eltern gefahren. Seitdem sie nach Cantonments gezogen sind, ist es ja für uns nur noch um die Ecke. Nun brauchen wir nicht mal 10 min zu ihnen. Das ist richtig schön, da wir uns jetzt häufiger sehen. Meistens fahren wir zu Melvin, da haben wir mehr Platz zum spielen und unsere Eltern können viel schöner auf der Terrasse sitzen, als wenn sie uns besuchen.



Hier sind wir beide am Fahrrad fahren. Bis zur Einfahrt und wieder zurück zur Terrasse. Nach ein paar Runden halten wir mal an um etwas zu trinken


Danach flitzen wir weiter und falls wir davon genug bekommen, spielen wir mit etwas Anderem. Mama hat noch selbstgebackenen Kuchen mitgebracht, für eine Stärkung ist also auch schon gesorgt. So lässt sich das Wochenende doch wirklich gut zusammen verbringen.

Donnerstag, 16.10.08, Kindergarten macht Spaß und mein Laufrad und ich

Heute ist Mama ganz stolz auf mich gewesen. Als wir zum Kindergarten fuhren, habe ich nicht gleich angefangen Mama zu vermissen. Im Gegenteil, ich bin zu meiner Kindergärtnerin ohne zu Murren auf den Arm gegangen und habe nicht geweint. Mama war ganz warm ums Herz und sie murmelte so etwas wie: "Jetzt haben wir es wohl geschafft." Ich weiß zwar nicht so genau wovon sie da redet, aber lassen wir sie einfach mal in dem Glauben.

Am Nachmittag sind wir alle raus gegangen. Fahrradfahren - am liebsten fahre ich Geländestrecken. Wir sind einfach aus unserem Tor raus und schon hatten wir die Geländestrecke...

Hier ein Foto von Papa und mir!

Hier das VIDEO


Also, Rally fahren ist es ja nicht wirklich. Schließlich muss man zum Rally fahren ja eine andere Person haben damit einer gewinnen kann. Als einziger Teilnehmer gewinnt man aber immer - was auch durchaus Vorteile hat...
Blöd finde ich nur, dass ich immer wieder von meinen Eltern zur Raison gezogen werde. Fahr an die Seite, da kommt ein Auto... Nicht so schnell, warte auf Mama... Nicht dahin, wir bleiben auf der Straße... Tja, wie das so ist. Das kann einem dann schon wieder echt die Laune etwas vermiesen...

Montag, 13.10.08, Mein Alltag

Heute Morgen haben wir natürlich gemeinsam gefrühstückt. Mama sagt das Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit am Tag. Aber so ganz nehme ich es mir noch nicht zu Herzen. Papa musste anschließend natürlich gleich zur Arbeit und wir beide "zu Haus Gebliebenen" haben uns die Zeit mit spielen vertrieben. Um 9:30 geht es montags immer in den Babyclub. Da ist viel Platz und anderes Spielzeug und vor allem meine Freunde. Für Mama ist es auch immer schön, sie quatscht mit den Müttern meiner Freunde und sieht dabei nicht unglücklich aus. Das ist also immer für uns beide eine gute Abwechslung. Den ganzen Tag zu Hause sein ist langweilig.


Am Nachmittag haben wir noch mit meiner Eisenbahn gespielt. Eigentlich gäbe es hierzu auch ein kurzes Video. Aber wir bekommen das schon wieder nicht hochgeladen. Es lebe die Technik... Obwohl dies wieder nicht an unser Technik liegt. Wir vermuten den Fehler in der Internetleitung, eventuell noch beim Server von Google. Letztendlich auch egal, es kommt alles auf das Gleiche drauf raus, es geht halt nicht. Hoffentlich aber bald wieder... so macht das Arbeiten an meinem Blog leider keinen großen Spaß.

Sonntag, 12.10.08, Basteln mit Mama

Nun wo mein Patenonkel wieder in Deutschland ist, kann ich ja nicht mehr mit ihm spielen. Da muss ich dann zwangsweise mit meinen Eltern vorlieb nehmen. Na gut, was bleibt mir auch anderes übrig.

Basteln tun wir im Kindergarten auch. Und immer nur malen fand Mama auf Dauer langweilig. Also holte sie für uns Stoffreste, eine Schere und Klebstoff. Mama hat, nachdem wir alles zusammen gesucht hatten, eine Frau aufs Blatt gemalt. Nachdem wir die Stoffreste in noch kleinere Stoffschnitzel schnitten, habe ich den Klebstoff aufs Papier gebracht. Mensch, dass hat mir Spaß gemacht. Die Stoffe dann allerdings aufzukleben, fand ich weniger spannend. Ich klebe lieber.





Zum Leid meiner Mutter war zum Schluss nicht nur das Kleid mit Klebstoff voll, sondern auch das Gesicht und der Rand und.... Aber so ist das halt, sagte sie. Mit etwas Hilfe von Mama hat das Aufkleben aber noch gut geklappt. Allerdings war nach einem Bild dann auch gut. Zu Mehr hatte ich keine Lust. Richtig viel Ausdauer ist noch nicht in mir. Aber Übung macht bekanntlich den Meister...

Freitag, 10.10.08, Abschied von meinem Patenonkel Sebastian

Heute müssen wir uns leider wieder von meinem Patenonkel verabschieden. Sein Flugzeug startet heute Abend um ca. 23:30. Was für eine Uhrzeit... da liege ich in jedem Fall schon im Bett. Also muss ich jetzt tagsüber die Zeit nutzen und noch mit meinem Patenonkel spielen. Und wir möchten gleich mal die Gelegenheit nutzen ein Familienfoto von uns machen zu lassen...
Hier das Ergebnis:


Gut, ich hätte mir mehr Mühe geben können und mal in die Kamera lächeln können sowie meine Eltern. Aber mir war das in diesem Moment nicht so bewusst. Es tut mir schon ein bißchen Leid.

Dienstag, 07.10.08, Planschen mit Onkel Sebastian

Heute habe ich ja keine weiteren Verpflichtungen gehabt und damit ich nicht den ganzen Tag im Hause bin, nutzen wir mal das Wetter und gehen in den Pool. Da kann mein Patenonkel sich ja gleich mal ins Zeug legen und mir das Schwimmen beibringen... So sieht das dann aus:



Zuerst genau zuhören und dann....
doch auf dem Rücken...
ätsch...


Ich sag Euch wir hatten unseren Spass. Im Pool fehlen jetzt bestimmt 200 l Wasser, aber die Sturmfluten, Karateübungen und A-Bomben waren wirklich Klasse... So ist es halt ,wenn Männer unter sich sind.

Montag, 06.10.08, Ausflug zu den Wli-Wasserfällen

Heute sollte es zu meinem vorerst letzten Ausflug mit meinem Patenonkel losgehen. Wir wollten die Wli-Wasserfälle in der Voltaregion besichtigen. Bis zu dem Zeitpunkt wo wir angekommen sind, wussten wir nicht mal, dass es sich um zwei Wasserfälle handelt.

Naja, also wir mussten heute Morgen früh los, schließlich wollten wir nur einen Tagesausflug daraus machen. Wir nahmen zwar für alle Fälle einen gepackten Koffer mit, aber Papa wollte gerne wieder am Abend zu Hause sein. Und ich schlafe im Allgemeinen auch besser zu Hause als wenn ich auf Reisen bin.

Um 8:00 waren wir dann auch schon im Auto, schließlich ist die einfache Wegstrecke ca. 450 km lang. Da dürfen wir uns schon auf eine anstrengende Autofahrt einstellen. Schließlich gibt es hier keine deutschen Autobahnen... Pünktlich zum Mittag kamen wir dann auch an. Schnell was essen und dann auch gleich los, war unser Motto. Nach dem Essen erfuhren wir, dass es sich um zwei Wasserfälle handelt. Und für den größeren der beiden Wasserfälle wäre es jetzt schon zu spät. Dafür ist ein langer Fußmarsch nötig (einfache Wegstrecke 2,5 - 3 Stunden über Stock und Stein, Bergauf und Bergab) und somit gibt es auch nur morgens Führungen dahin. Wäre also nur möglich, wenn wir doch übernachten... Wir entschlossen uns also dafür, erst mal den kleineren der beiden Wasserfälle zu besuchen (dieser ist mit 30-40 min Fußmarsch zu erreichen - ohne großartige Klettereinlagen). Das ist auf jeden Fall mit mir machbar. Anschließend könnten wir ja immer noch - falls wir doch übernachten sollten - morgen für losmarschieren.

Das Wetter wurde zusehens schlechter, zwar gab es noch keinen Regenguss direkt über unsere Köpfe. Wir konnten aber sehen, dass die Wolken sich bereits in den umliegenden Bergen entluden. Hatte auch den Vorteil, das wir keine stechende Sonne und somit keine unerträgliche schwüle Wärme hatten. Der Fußmarsch viel uns also nicht besonders schwer. Nur Mama klagte am Ende etwas, sie behauptete, dass ich auf Dauer doch schwer werde. Ach i wo, ich wiege doch immer noch 12 kg. Das Gewicht halte ich jetzt schon sehr lange.... Also keine Beschwerden.

Auf dem Weg zum kleineren der beiden Wasserfälle (der kleinere ist ca. 60m hoch, der große 75m) konnten wir auch einen Einblick über die Wegstrecke zum Größeren der beiden gewinnen. Spätestens nun war doch ziemlich klar, dass wir diese Wanderung mit mir nicht machen werden. Immer werde ich als Grund vorgeschoben. So allmählich stinkt mir das... Mama und Papa haben aber auch immer Ausreden und das obwohl die doch gerne wandere - zu mindestens wird dieses von meinen Eltern behauptet.

Es ging also am gleichen Tag wieder zurück. Und kaum hatten wir den Ort hinter uns gelassen und befuhren die Dorfstraße, als es auch schon zu regnen anfing. Im Hellen lassen wir uns davon noch nicht abschrecken, aber hoffentlich hört der Regen bald auf. Die Lateritstraße nahm kein Ende - wir kamen sogar ins Überlegen, ob wir auch noch auf dem richtigen Weg sind. (Aber so sind meine Eltern halt. Gibt es zwei Wege, wird der eine auf dem Hinweg, der andere auf dem Rückweg befahren) Wir waren auf dem richtigen Weg, Mama ist im Kartenlesen nicht schlecht - das muss hier nochmals festgehalten werden - und der Weg war in diesem Fall auch das Ziel. Die Strecke ist eigentlich kürzer, aber dadurch dass hier kein Stück geteert ist, dauert die Fahrt länger. In Zukunft würden wir doch die geteerte Straße bevorzugen.

Als es nun auch noch dunkel wurde, waren wir nur froh, dass wir schon wieder auf der Hauptverkehrsstraße nach Tema waren. Die kennen wir doch ein bißchen besser und somit hatten wir nicht so viele Bedenken. Leider stellte sich diese Straße aber fast als Alptraum im Dunkel heraus. LKWs ohne funktionstüchtige Rücklichter waren hier normal. Entgegen kommender Verkehr mit Fernlicht ebenfalls. Die Massenwanderung der Frösche wurde hingenommen. Als dann aber, noch ein kaputtes Auto am rechten Straßenrand ohne Vorwarnung auftauchte, wurde es heikel. Das Auto war überhaupt nicht zu sehen, ragte noch auf die Straße und Gegenverkehr kam auch. Mama wurde ganz mulmig, Sebastian musste herausfinden, dass 50 cm Sicherheitsabstand bei Tempo 100 doch viel zu wenig sind. Er dachte es sich das zwar auch schon vorher, doch wollte er diese Erfahrung lieber nicht gemacht haben. Und der arme Papa musste einfach durch, schließlich rollte der Straßenverkehr weiter...

Für Papa muss das richtig anstrengend gewesen sein. Ich habe davon nur die Hälfte mitbekommen, war aber nicht böse, als wir gegen 19:30 endlich zu Hause angekommen sind.
Papa und Sebastian stellten sich hinterher sogar die Frage, ob sich der Weg wirklich gelohnt hätte. Ich halte mich da mal raus, aber Mama fand es zu mindestens sehenswert.

Hier ein paar Fotos:

Ausflug zu den Wli-Wasserfällen (06.10.08)

Sonntag, 04.10.08, So kommt es zum Ausspruch "Sandkastenliebe"

Am Sonntag haben wir, zusammen mit Sebastian, unsere Freunde besucht. Dabei hatte ich dann auch wieder die Gelegenheit Euch zu zeigen, wie manche Begriffe Einzug in die Deutsche Sprache gehalten haben. Hier zum Beispiel der Begriff: Sandkastenliebe...



Gut, nun aber mal Scherz bei Seite. Ich mag sie wirklich gerne, aber von Liebe mag ich noch gar nicht sprechen. Was ist das denn genau? Ach so, Mama und Papa tun das... Dann kann es nicht so schlecht sein.



Wir haben mit Kaffee, Tee und Kuchen und für uns Kinder Saft einen wirklich netten Sonntagnachmittag verbracht.

Vielen Dank für die konstruktive Kritik!

Hiermit möchte ich mich - mehr oder weniger persönlich - bei Frau ICH für die konstruktive Kritik in unserem Gästebuch bedanken! Schade nur dass ich es auf diesem Wege tun muss. Kritik darf natürlich geäußert werden, aber das diese Person zu feige ist unser Dankeschön persönlich anzunehmen ist wirklich schade. Hier in Ghana läuft man sich ja doch über den Weg, da hätte Sie uns das auch so sagen können. Für mich zeugt es doch leider von Charakterschwäche...

Ich bitte doch an dieser Stelle zu bedenken, dass ich noch keine zwei Jahre alt bin und mich daher noch mit der Rechtschreibung und Grammatik etwas schwer tue. Auch ist es nicht immer einfach für mich, so von nun auf gleich, von Englisch ins Deutsche zu wechseln. Wenn ich abends noch so schreibe... puh, da bin ich vielleicht schon zu müde. Schließlich ist es mir nicht möglich den ganzen Tag im Internet zu sein und da gerate ich schon einmal in Zeitnot, hänge mit dem Schreiben hinterher und möchte trotzdem schnell etwas meinen lieben Lesern zur Verfügung stellen. (Schließlich ist der Blog entstanden, weil ich meine Großeltern und Freunde nicht komplett im Dunklen lassen möchte. Sie sind ja immer so neugierig wie es mir im fernen Ghana ergeht.) Und von denen habe ich bisher noch keine Beschwerden gehört, für die zählt nicht die Rechtschreibung eines Zweijährigen, sondern die Geste und Bilder. Und sollte sich daran jemand wirklich stören, tut es mir leid dass ich diesen Leser verliere. Aber sollte dies wirklich der Fall sein, dann sollten diese Leser doch den Weg des geringeren Widerstandes gehen und einfach nicht weiterlesen.

Aber ich bin ja lernfähig! Deshalb möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich demnächst mal den Knigge lesen werde. Lesen fördert ja bekanntlich die Rechtschreibung (solange man nicht gerade Mickey Mouse liest) und zusätzlich kann ich ja noch etwas über freundliche Umgangsformen und dringend notwendige Höflichkeit lernen. Ich denke ich bin vielleicht hiermit ja gerade zu unhöflich, obwohl ich mich doch nur bedanken möchte... Schon einmal eine Entschuldigung von mir im Voraus. Ich habe den Knigge ja noch nicht gelesen, also bitte habt noch etwas Geduld mit mir. Aber diesen Lesetipp möchte ich hiermit auch gerne an Frau ICH weitergeben!

Nochmals aber vor allem ein dickes DANKESCHÖN an sie - denn damit hat sie uns ja bewiesen, das es sehr aufmerksame Leser gibt! Das ist doch ein Grund unseren treuen Leser mal hervor zu heben.

Als Abschluss noch einen allgemeinen Hinweis:
Es ist gefährlich mit Steinen zu schmeißen, wenn man im Glaskasten sitzt!

Als Allerletztes bleibt nun aber das letzte dicke DANKESCHÖN an Frau ICH!

Sonntag - Freitag, 21.-26.09.08, Urlaub mit meinem Patenonkel

Am Sonntag morgen ging es los, Koffer haben wir schon am Samstag Abend gepackt damit es heute morgen auch gleich flott ins Auto gehen konnte. Lecker frühstücken und dann auch gleich los. Die Fahrt ist nicht gerade kurz, unser Ziel nicht um die Ecke und wie der Verkehr ist wird sich zeigen...

Mittagspause wurde irgendwo am Straßenrand eingenommen und dann ging es auch weiter. Am Nachmittag waren wir im Hotel, 3 Nächte stehen vor uns und nun geht es erstmal zum Strand. Die nächsten Tage sind weiterhin strukturiert und mit Ausflügen durchdacht. Somit ist nicht klar wann wir wieder zum Strand kommen und wie das Wetter sich so hält.

Am Montag Morgen haben wir uns gerüstet in den Ankasa Ninien Suhien NP zu fahren. Dieser liegt kurz vor der Elfenbeinküste und wir betreten auch unbekanntes Gebiet. War gespannt was uns dort erwartet. Es war ein netter Tag, zwar nicht aussergewöhnlich, aber durchaus schön. Am Nachmittag war sogar noch Zeit kurz zum Meer zu gehen.

Am Dienstag ging es zum Stelzendorf. Wir mussten dafür wieder über eine Stunde Fahrt einrechnen und diesmal auf jeden Fall auch mit schlechten Straßen. Papa ist mit Onkel Sebastian alleine gefahren. Mama und ich sind in Beyin im Hotel gebleiben. Die Bootsfahrt sei nichts für mich musste ich mir sagen lassen. Ach was soll´s, darüber ärgere ich mich gar nicht, denn ich habe gleich neue Freundschaften geschlossen. Die Besitzer des Hotels in Beyin (Beyin Beach Resort) sind Engländer, Papa gebürtiger Ghanaer. Nina hat sich gleich mit Mama gut unterhalten und ich mich super mit Myles und Louis. Hoffentlich kommen wir die bald wieder besuchen. Ich habe die Zeit total genossen und bei dem nicht so schönen Wetter sind wir ja auch nicht an den Strand gegangen. Dabei ist der gerade hier in Beyin wunderschön. Laut Nina soll das Meer sehr flach reingehen und die Strände sind schlichtweg der Hammer. Endlos mit Palmen gesäumt und fast menschenleer. Um genau zu sein, haben wir im endefekt mehr Kühe am Strand gesehen als Menschen - diese wurden gerade vom Hirten zum nächsten Weidegrund geführt... Mama würde gerne im November wiederkommen. Dann kommen die Schildkröten zur Eiablage an den Strand (Nina hat auch ein Betreuungs- und Aufzuchtprojekt ins Leben gerufen) und die Wale ziehen auch an der Küste lang. Das Wetter wir vorraussichtlich auch besser und das Zimmer ist einfach aber sehr nett und auch nicht teuer. Schade das der deutsche Reiseführer nach zwei Jahren es immer noch nicht geschafft hat, dieses Hotel mit aufzuführen, Das Essen ist gut und die Zimmer sauber mit wirklich warmen Wasser! Die alten, schlechten Zimmer in der Burg im Ort entsprachen diesem Standart nie, und dabei gibt es diese Übernachtungsmöglichkeit nicht mehr, weil die Burg restauriert werden soll... Besichtigt haben wir mit Nina und den Kindern die Burg aber gerne. Dabei konnten wir uns von dem Erzählten überzeugen... Es war so ein schöner Tag. Als es gegen fünf Uhr war mussten wir uns leider verabschieden. Schließlich stand noch etwas über eine Stunde autofahren an und in der Dunkelheit sollte man hier in Ghana nicht unbedingt unterwegs sein. Man sieht einfach weder ein Schlagloch noch Personen auf der Straße und leider gab es auch vor 3 Wochen einen Überfall am späten Abend auf einen Autofahrer. Lieber nichts riskieren...

Mittwoch früh ging es wieder ins Auto und weiter, diesmal zurück Richtung Accra. Allerdings nur bis Elmina, es gibt ja noch einiges zu besuchen. Unser Zimmer haben wir bezogen und dann sollte es für Papa und Onkel Seppel auch schon zur Besichtigung der Burg gehen. Ich habe mir die Zeit mit Mama am Strand und auf dem Spielgerüst vertrieben - dieses wurde sogar repariert innerhalb des letzten Monats - quasi unglaublich, damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet.

Donnerstag Morgen in den nahegelegenen Kakum Nationalpark. Den kenne ich ja nun auch ausnahmsweise Mal und ich habe mich entschlossen mit Papa am Auto zu bleiben und eine leckere Sojamilch im Restaurant zu trinken. Diesmal ist Mama mit Onkel Seppel unterwegs gewesen und hat sich nochmals über die Brücken getraut. Wir haben ganz nette Engländer mit ghanaischer Abstammung getroffen. Leider hatte sie ihr Tragetuch vergessen und Mama lieh ihr unseres. Darüber war ich garnicht glücklich, nachdem ich die Fotos gesehen habe, ziehe ich mein Veto aber gerne zurück. Kurze Mittagspause im Hans Botel bei den Krokodilen und dann wieder zum Hotel. Mama hat sich die Kamera geschnappt und Papa, Onkel Sebastian und ich die Schwimmsachen... Ergebnis werdet ihr dann noch sehen.

Am Freitag war Rückreise angesagt, die Sklavenburg in Cape Coast durfte aber natürlich nicht vergessen werden. Gestern war uns das alles etwas zu stressig und heute hatten wir ja nur die etwa 2-3 stündige Rückreise auf dem Zettel, da passte es noch locker rein. Mama wollte nochmal mit und ich blieb lieber wieder mit Papa am Strand, da kann ich mich einfach freier bewegen und es stört auch niemanden wenn ich mal Krach mache. Lasst Euch gesagt sein, zu mindestens im Moment ist dieser ganze Geschichtskram noch überhaupt nichts für mich. Lästert jetzt ruhig, ich lege meinen Schwerpunkt einfach noch woanders. Mittagessen nahmen wir noch in Cape Coast ein und es gab einen richtig großen Hummer. Ist ja nicht unbedingt mein Ding, Mamas auch nicht aber er war trotz unserer nicht gerade genannten Vorliebe - gut.

Zuhause angekommen, bin ich auch gleich ins Bett gefallen. Ich habe mich wirklich auf mein eigenes Bett gefreut - die Nächte zuvor konnte ich nicht wirklich gut geschafen. Ist einfach alles zu ungewohnt gewesen...

Nun last Euch noch von den 98 Fotos erschlagen...

Urlaub mit meinem Patenonkel Sebastian (21.-26.09.08)

Samstag, 20.09.08, Neues Outfit für unser Esszimmer

Damit wir diesen Anblick nicht ganz so extrem wahrnehmen müssen, wollten wir ja eingentlich ein paar Gardinen für Mama und Papa´s Schlafzimmer haben.
nun steht hier nichts mehr...

Irgendwie passte das alles nicht. Dann hätten wir die Sessel und den Wäscheschrank von Papa umstellen müssen, also wurde alles umdisponiert. Nun hängen die alten Esszimmergardinen im Schlafzimmer - was aber auch gut wirkt - und die neu gekauften wurden um weitere zwei Store erweitert und hängen jetzt im Esszimmer .


Unser Esszimmer wirkt dadurch viel freundlicher und ich kann sogar noch dahinter verstecken spielen - Mama schimpft zwar aber wir können es ja mal versuchen. Leider mussten wir auch schon feststellen das die Katzen die Gardinen auch sehr als "Spielzeug" zu schätzen wissen. Das erste Loch und ein paar Ziehfäden sind schon drin. Vielleicht sollte Mama gleich noch welche als Ersatz kaufen ... Hoffentlich gewöhnen die sich das ab, wir fahren doch morgen auch noch für 5 Tage weg...

Donnerstag, 18.09.08, Kindergarten die zweite Woche

Heute geht es ja wieder in den Kindergarten, als das Wort fiel, bin ich gleich zur Tür. Da wir letzte Woche noch einen neuen Rucksack gekauft haben, leider war meine Winnie-Pooh-Tasche viel zu klein, Trinken passt ohne Brot (auch nur wenn ich die kleine Flasche nehme) oder mit ach und krach die kleinere Brotdose, beides geht auf keine Fall. Das finde ich blöd! Ich mag die doch so gerne. An meinen neuen Rucksack muss ich mich erstmal richtig gewöhnen. Auf den Rücken bekomme ich das Ding auch nicht, hängt dann irgendwie immer vorm Bauch... Da muss Mama einfach helfen...
Dann ist das Ding jetzt fast größer als ich, erstmal die Balance halten...

So sieht er aus!


Allerding fand ich es überhaupt nicht toll, das Mama heute gleich wieder geht. Die kann doch mit uns mitspielen. Maaaama, ich will nicht das du gehst.*heul*
Da darf man schonmal kurzfristig Stress machen und trotzdem geht Mama und lässt mich alleine. Das ist so gemein. Pfff, wenn sie troztdem geht, kann ich auch aufhören zu schreien. Aber wenn sie wiederkommt, dann geht es nochmal los...
Aber meine Kindergärtnerinnen haben mich verraten und Mama erzählt das ich nicht lange geweint habe und mich gut beim Spiel und Basteln integriere. Da ist Mama froh und ich enttäuscht, alles Petzen....

Montag, 15.09.08, Es raucht immernoch

... deswegen sind Mama und ich heute nochmals zur A.M.A. gefahren. Unsere Hoffnung ruht eigentlich nur darauf, dass bald nichts mehr da ist was verbrannt werden kann. Aber jetzt Aufgeben wäre ja auch blödsinnig! Ausserdem wären wie dann ja inkonsequent, die Meinung das man mit einfach Abwarten schon zur Lösung kommt war noch nie unsere... dabei kommt - egal was man unternimmt oder nicht - nur das rum (auch wenn das Foto schon von Mittwoch ist, jetzt fängt es auf dem Nachbargründstück an zu rauchen, das sieht nicht viel anders aus. Ist halt nur 200 m weiter... und ein Baum und mehrere Stümpfe stehen ja auch noch direkt hinter der Mauer.)


Schön das wir am Freitag mit dem Direktor für heute einen Termin für 9:30 ausgemacht hatten. Leider war jeder überrascht, das wir im Büro aufgekreutzt sind. Ein Feudenschrei war nicht zu hören. Und zu guter Letzt war die uns zugeteilten Mitarbeiter nichtmal da, dieser wäre im Gericht. Gut, müssen wir schonwieder mit dem Direktor telefonieren - das bei leerem Akku... - und dabei kam heraus, wir holen ihn aus dem Gericht...
Man eiert hier also von links nach rechts, von A nach B und landet wieder beim Anfang... Immerhin, eher übelgelaunt als gut drauf kamen die beiden Mitarbeiter mit. Warum müssen wir uns jetzt auch noch anhören, da würde heute ja nix mehr qualmen. Wir können ja nichts dafür das sie nie sofort mitkommen und wir immer vertröstet werden. Ausserdem die Holzkohle ist doch immernoch dabei und wie blind muss man sein um den Rauch auf dem angrenzenden Grundstück zu übersehen.
Nochmal das Mobiltelefon rausholen und den Auftraggeber anrufen (nicht wir, nein A.M.A. mit unserem Telefon). Dieser sollte heute - wenn ich das richtig verstanden habe - die Vorladung vom Gericht bekommen. Deswegen der Termin heute. Sage und schreibe kam jener Auftraggeber nach kurzer Zeit, was dazu führte das Mama sich nun auch noch von dem Menschen beschimpfen lassen musste. Am besten war aber die Frage, warum wir ihn und auch A.M.A. eigentlich belästigen würden. Wir sollten uns doch lieber "vom Acker" machen... Mama antwortete nur damit, das sich hier jeder lieber an die Gesetze halten sollte und A.M.A. wird von Mama notfalls jeden Tag angerufen - auch mehrmals täglich wenn nötig, damit diese halt ihren Job machen. Belästigen würde der Rauch uns, deshalb ist überhaupt diese Diskussion ausgebrochen.
Die Vorladung muss er wohl am Donnerstag wahrnehmen, aber was dabei rauskommt? Wahrscheinlich nichts... die Hoffnung ist eh schon gestorben. Korupt ist hier fast jeder und langsam allemal. Verbrennen tut hier ebenfalls jeder was er will, daher verstehen die doch garnicht warum wir uns darüber aufregen! Wir lassen das mal weiter unkommentiert. Ändern werden wir sie wohl nicht... wohl oder übel aber damit noch 2 Jahre leben müssen.

Donnerstag - Freitag, 11.-12.09.08, Der Kindergarten wird zum festen Bestandteil

Nun ist es soweit, der Kindergarten wird zum festen Bestandteil in meinem Leben. 2x in der Woche geht es jetzt hin. Wir haben uns jetzt gegen den Schweizer Kindergarten entschieden - einfach aus finanziellen Aspekten. Ich gehe jetzt in den Twinkle Tods. In meiner Gruppe sind wir 11 Kinder. Insgesamt sind wir 34 Kinder in verschiedenen Altersguppen. Davon bin ich (glaube ich) die 3. "Weißnase".... Das ist mir aber völlig egal, den auf die Hautfarbe kommt es ja nun wirklich nicht an, sondern auf den Charakter. Was für mich etwas ungewohnt ist, hier wird ja nur Englisch gesprochen. Wird mir wohl aber nicht schaden, vielleicht kommt mir das ja sogar nochmal zu Gute...

Das ist eine meiner Kindergärtnerinnen, Miss Getty


Schauen das ich keinen umfahre...

So sieht mein Klassenzimmer aus, wenn wir Kinder es noch nicht in Beschlag genommen haben.

Am ersten Tag haben wir dann auch gleich schon gebastelt. Wir lernen hier spielerisch mit Zahlen und Alphabet umzugehen... Somit haben wir heute einen Nummerncollage gebastelt.
So ist unser Tagesablauf schon strukturiert, aber immer mit Freiräumen zum Spielen dazwischen.
Am Freitag habe ich es kaum abwarten können zum Kindergarten zu kommen. Das Wort wurde nur erwähnt und ich war schon so gut wie aus der Tür... Dort angekommen wollte ich mich gleich den spielenden neuen Freunden anschließen, da bestand Mama doch glatt darauf, das ich ihr Tschüß sage. Gut, Winken muss reichen. Waaaas, einen Kuss auch noch? Nagut, weil du es bist Mama. ...
Ohne Theater und mit viel Spaß war der Tag dann um 12:30 zu ende. Geht es Montag wieder hin? Nein... ach mensch, ich muss wirklich bis Donnerstag warten... Ob ich das aushalte?

Mittwoch, 10.09.09, Nächster Zwischenbericht

Hab ich doch glatt vergessen Euch zu erzählen, der Bulldozer ist doch tatsächlich am Samstag angerückt und hat die letzten Reste der Häuser und einen Teil der Baumstümpfe "umgepflügt". Wir glauben allerdings nicht, das dies irgendwie darauf zurück zu führen ist, das wir mit A.M.A. gesprochen haben...

Da glauben wir erst dran, dass die etwas bewirken wenn wir den direkten Beweis dafür haben... Aber immerhin ist es schon ein Fortschriftt mit der Planierraupe...


So sah es dann heute aus, nachdem der Bulldozer wieder abgerückt ist:


Bis jetzt ist noch ein Baum übrig, aber auch da fangen sie jetzt an die Wurzeln frei zu legen. Also alles nur eine Frage der Zeit... noch wird er als Schattenspender gebraucht.


Und jetzt stellt sich dann noch die Frage wann hier alles weg ist, bisher hat der Qualm auch noch nicht aufgehört, die Holzkohle wird noch weiter hergestellt und ob die Herren nun einen Bescheid vom "Ordnungsamt" haben oder nicht.. Es ist denen anscheinend egal...

Einen Vorteil hat das ganze aber dann doch. Wir wussten ja bis jetzt immer noch nicht, ob wir für unser Verlängerungsjahr auch in unserem Haus bleiben dürfen. Unseren Vermieter haben wir schon vor einiger Zeit angesprochen, aber da hieß es er möchte mit seiner Familie eigentlich selber hinein... Er muss es sich nochmals überlegen und mit der Familie sprechen.

Nachdem seine Frau jetzt aber diese Nachbarschaft gesehen hat, steht dem wohl nichts im Wege. Wir wurden gefragt ob wir noch generell Interesse haben. Und wir haben trotz Baustelle. Hier weiß man ja eh nie wielange irgendetwas dauert und bis Ende Mai sind wir ja sowie so noch drin. Und für ein Jahr (etwas mehr oder weniger) findet man hier nicht wirklich was brauchbares. Die Mietpreise sind ja auch weiterhin explodiert und da wäre uns das trotz allem Recht.

Also, es hat auch positive Seiten...

Montag, 08.09.08, Oma, ich konnte einfach nicht mehr zuhören...

Kurz vorm Mittag, Mama und ich schauen Bilderbuch und warten auf Papa das er zum Essen kommt....

... mensch Oma wollten wir doch noch anrufen, gesagt getan. Leider konnte ich Oma nicht so ausführlich zuhören. Bis zum Mittag habe ich es auch nicht mehr geschafft. Selbst das Bett war zu weit weg.


Allerdings ist der Teppich doch nicht ganz so bequem wie mein Bett. Nach 45 Min. tat mir dann doch mein Ohr weh, auf welchem ich lag... aber auch sonst schlafe ich ja für gewöhnlich nicht länger. Leben tue ich auf jeden Fall noch, also was soll´s

Sonntag, 07.09.08, Entspannen mit unseren Nachbarn

Wir haben schon vor Tagen verabredet, dass wir mit unseren Nachbarn gemeinsam zum Strand fahren. Sie sind ja noch nicht so lange in Ghana, somit wurde uns die Aufgabe zu Teil vorzufahren. Sie wollten gerne zum Till´s Hotel - obwohl wir versucht haben es ihnen auszureden, sind wir gefahren. Wir waren zwar auch erst 2x dort, waren aber beides Mal vom Service enttäuscht... Mehr als doppelt soweit ist es ausserdem, wir haben uns dann aber darauf geeinigt, dass wir diesesmal dorthin fahren und dann beim nächsten Mal etwas anders ausprobieren. Also gesagt getan, es wollten sich noch Freunde von unseren Nachbarn anschließen, ja warum auch nicht.

Zum Schluss waren wir 12 Personen und 3 Kinder... Wir haben es uns mit dem Spielzeug gemütlich gemacht und die Großen auch garnicht lange genervt. Schließlich wollten wir uns ja alle entspannen.

Nachdem das letzte Paar angekommen war, wurde auch gleich Essen bestellt (Es war dann 12:30). Meine Eltern ahnten schon Schlimmes...

... und es sollte sich Bewahrheiten, leider. Unser vorläufiges Mittagessen bestand dann gegen 13:30 Uhr aus Kräckern und Marmeladenbrot. Sehr nahrhaft...

Um 14:30 kam das erste Essen, 4 Portionen Nudeln. Dafür brauchten die also so lange obwohl wir nachfragten? Pommes und Sandwich war wohl zu schwierig... Andere Gäste die nach uns kamen hatten ihre aber schon.l

Papa hatte am meißten Pech, sein Essen war das Letzte und war um 15:00 Uhr noch nicht da, dafür war seines aber wenigens warm... Wir baten vorsichtshalber gleich mal nach der Rechnung und wiesen darauf hin, dass wir doch bitte mit dem Chef sprechen möchten, da wir nicht gewillt sind, die volle Rechnungssumme zu bezahlen. Die Rechnung kam - ungekürzt war ja klar, der Chef auch bei der zweiten Aufforderung nicht. Was solls, wir beschlossen alle das wir hiermit das letzte Mal da waren. Wahrscheinlich stört das aber auch keinen von denen.

Mama hat dann in der Rezeption nochmals nach im verlangt - uns war zwar klar, dass hier nichts bei "rumkommen" wird - aber aus Prinzip schon geben wir nicht nach. Immerhin erfuhren wir, dass der Chef garnicht gerufen wurde und das die Küche strickt angewiesen ist Gruppen gleichzeitig zu servieren... Hat ja geklappt... Wir boten doch extra unsere Hilfe an, aber wenn die keiner möchte ;-)

Ärgern lassen wir uns weder davon noch vom Sonnenbrand den Mama sich so schön eingefangen hat. Lasst Euch erzählen, sie sah aus wie ein gekochter Hummer, das passiert wenn man sich zu spät und nicht richtig eincremt... Das nächste Mal ist sie hoffentlich schlauer.


Hier alle Fotos
(Leider können wir das Album hier nicht mehr reinstellen, Google hat wieder alles umgestellt und nicht besser gemacht!)

Montag - Samstag, 01.-06.09.08, Welch ein Stress

Gestern am Sonntag waren wir zu Flurina ihrem neuen Zuhause gefahren. Wir wollten schonmal für den Umzug alles klarmachen. Gut die Eltern haben uns erzählt, dafür ist es noch zu früh, es muss noch zu viel gewütet werden - z. B. im Garten müssen Bäume weggenommen werden, Fenster sollen getauscht werden usw. Umzug geht daher erst nächste Woche Samstag - also am 06.09. Nun gut, dann sehen wir uns mal um.

Flurina erzählte Mama dann, das da noch ein "Problembaum" ist, der hängt in den Stromkabeln, muss aber unbedingt weg weil er fault und schon gespalten ist... Die Leute, die z.Z. noch im Boysquarter wohnen baten uns doch bitte vorsichtig zu sein, letzte Nacht ist der Hauptstamm zur Seite gesackt und spannt jetzt das Kabel. Oh... das klingt nicht gut, aber Hilfe soll am Dienstag kommen, die Nachbarin zur Rückseite hat schon Ihre Hilfe angeboten - Ihre Botschaft übernimmt das... Gut, die Amerikaner kümmern sich öfter um soetwas, sollen die das ruhig übernehmen...

Nach unserem Mittagessen allerdings hatte sich das alles erledigt. Der Baum hat sich von alleine gefällt... nur nicht so wie wir alle uns das vorgestellt haben. Er krachte ganz weg, quer durch die Mauer. Nahm noch die Palme der Nachbarin mit, welche dann wiederum auch auf das angrenzede Grundstück fiel und sogar dort noch etwas vom Dach dessen Boysquarter mitgenommen hat...

Soviel dazu.... Hinzukam, dass das ganze Viertel nun auch keinen Strom hatte...


So sahen die Stromkabel von Flurina aus!

Gut das der Umzug nicht für dieses Wochenende geplant war, das wäre dann ja ganz im Chaos geendet. So hat man wenigstens noch etwas Zeit um alles wieder zu reparieren.

Am Montag sind wir dann wieder zum Ghanaischen Ordnungsamt (A.M.A.) gefahren - welch never ending Story, das macht echt keinen Spass mehr. Will man keine Bestechungsgelder zahlen muss man Geduld haben. Die haben wir zwar eigentlich nicht, aber irgendwelches Schmiergeld zahlen wir schon aus Prinzip nicht.

So tat sich dann natürlich auch nichts. Angeblich würde er am Dienstag wiederkommen... Wir warteten sehr skeptisch - wir wollten den guten Mann ja abholen, aber er konnte sich ja auch keine Uhrzeit festlegen. Also war uns schon fast klar, dass keiner kommen würde.

Genauso geschah es dann auch. Am Mittwoch bot sich uns dann dieser entzückende Ausblick...

Wie ihr jetzt noch erkennen könnt, im Hintergrund ist unser Haus...
...später hat man nichts mehr erkannt. Telefonate waren wieder ohne Erfolg. Der uns zugewiesene Mitarbeiter wäre z.Z. garnicht in Accra - ach das wir nicht lachen. Am Donnerstag früh ist Mama mit mir im Schlepptau gleich morgens zum Büro gefahren und wollte mit seinem Vorgesetzten sprechen. Der war erst ganz schön sprachlos, wir zeigten ihm Bilder und er versprach uns mit zu kommen. Aber auch nur um uns seinen Mitarbeiter mitzugeben... dieser verwarnte die Arbeiter erneut und wir zogen - ohne das die Feuer vor Ort und Stelle gelöscht wurden, wieder von dann. "Es geht halt alles seinen Gang"

Am Freitag rauchte es dann ja nur aus 5 Feuerstellen gleichzeitig und - warum auch nicht - genau in unsere Richtung. Atmen bitte vergessen, Rauchvergiftung war vorprogrammiert...
Nun hatte Mama einen "nettes" Gespräch mit 3 Mitarbeitern von A.M.A. - ohne das ihr wirklich jemand helfen wollte - irgendwie war das ja zu erwarten, nett wenn wir dann um 14:00 Uhr zu hören bekommen, es wäre jetzt ja Wochenende (das sagte ja nur der Direktor von der Aussenstelle)... Hilfe kann man wohl wirklich nicht erwarten...
Geduld ist eine Tugend - wir üben uns darin!


So bin ich doch zumindestens schon mal gut vorbereitet. Cool aussehen ist wichtig!

Neben dem ganzen wurde auch noch die Kindergartentematik nicht vergessen. Weiter gekommen sind wir aber nur in soweit, das ich wohl nicht in die Schweizer Kindergartengruppe gehen werden. Der Probetag war toll, aber der ist doppelt so teuer wie andere Kindergartenplätze die im Prinzip das gleiche bieten - nur auf Englisch. Da kann mir die englische Sprache wohl eigentlich nicht schaden, oder?
Auf jeden Fall werden wir am Montag uns noch einmal umsehen und dann entgültig entscheiden. Nun steht am Samstag erstmal noch der Umzug an und da müssen wir jetzt hin... also bis zum nächsten Mal - immer die Ohren steif halten.